Feldsteinkirche

Die Kirche Eichwege wurde im 15. Jahrhundert aus Feldsteinen und mächtigen quaderförmigen Raseneisensteinen mit ca. 1,20 m starkem Mauerwerk errichtet. Nach Umbauarbeiten zwischen 1693 bis 1697 erhielt der vormalige spätgotische Bau eine barocke Tonnendecke und größere Fenster.
Der Turm im Westen wurde nachträglich mit quadratischem Grundriss errichtet. Die Fenster in Form von Schießscharten und die Heiligennische über dem Eingangsportal verweisen auf eine noch vorreformatorische Errichtung. Der achteckige Fachwerksbau darüber stammt aus dem Jahr 1791. Auffällig ist seine schiefe Form, die sowohl seitlich geneigt ist, als auch in sich gedreht.
Die Innenausstattung wurde im 20. Jahrhundert entfernt und durch eine damals moderne Einrichtung ersetzt.
Die ehemaligen Logen an der Nordseite der Kirche wurden nach der Sanierung in den 1990´er als Winterkirche eingerichtet. In ihr haben die Mensa eines früheren Altars und das zugehörige Kreuzigungsbild ihren Platz gefunden.
Erhalten geblieben ist die barocke Kanzel von 1688 und ein Taufstein aus Bronzeguss, der nach Plänen Schinkels entworfen wurde (vormals Alt-Nazareth Berlin). Ein Zweitguss dieses Taufsteins findet sich auch in der Wittenberger Schlosskirche. Die drei Frauengestalten auf dem Taufstein stellen Glaube, Liebe und Hoffnung dar. Ein weiteres Relief zeigt die Kindersegnung durch Jesus Christus.
Der ehemalige barocke Altar befindet sich heute in der Friedhofshalle in Tschernitz.
Die Orgel stammt von der Orgelbaufirma Sauer aus Frankfurt/Oder und ist aus dem Jahre 1900.

 

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Adresse

Anschrift:
Dorfstraße 15
03159 Döbern (Eichwege)